Blogbeitrag

01 | 10 | 2009

Mentales Kino

Geschrieben von admin um 7:30 Uhr

regisseur Stelle dir vor, du sitzt bequem in einem Kino und schaust dir einen Film an, den du selbst gedreht hast. Vielleicht möchtest du dir deinen letzten Trainingslauf ansehen?

Und da du ja die Regisseurin oder der Regisseur des Films bist, kannst du den Film jederzeit anhalten und Verbesserungsvorschläge einbringen.

Wenn du also siehst, dass dein Ich im Film einen Fehler macht, dann halte den Film an, bringe deine Regieanweisungen ein und wiederhole die Situation so lange, bis alles stimmt. So lange, bis der Trainingslauf von vorne bis hinten perfekt ist.

Dann springe in den Film hinein, hinein in dein Ich und laufe jetzt assoziiert den Wettkampf.

Nimm deinen Hund wahr, wie er sich ganz auf dich konzentriert. Spüre, wie es sich anfühlt, wenn alles stimmt und rund läuft. Spüre deine Freude am Ende des perfekten Laufs. So fühlst du dich im nächsten Wettkampf.

Wiederhole diese Übung so oft es möglich ist. Der perfekte Lauf wird vom Gehirn als Maßstab für den nächsten Wettkampf genommen, dein Körper wird wissen, was er zu tun hat.

Feintuning – Submodalitäten

Wenn du deinen eigenen Film drehst, dann solltest du besonders auf die Fein-Unterscheidungen innerhalb der Sinnesrepräsentationen achten.

  • Welche Qualität haben die Bilder, Töne und Empfindungen?
  • Wie verändern sich deine Empfindungen, wenn du zum Beispiel die Farbe des Films veränderst oder die Musik leiser machst?

Diese Fein-Unterscheidungen werden Submodalitäten genannt. Sie sind inhaltsunabhängig, bestimmen aber stärker als der Inhalt selbst wie intensiv eine Erfahrung in der Erinnerung bleibt und wie stark du auf diese Erinnerung reagierst.

Du kannst Submodalitäten dazu nutzen, um Gefühlszustände zu intensivieren, abzuschwächen oder zu verändern.

Hier findest du eine Liste von Submodalitäten. Probiere einmal unterschiedliche Einstellungen aus und beobachte, wie sich das auf deinen Film auswirkt.

aus: Mentaltraining für HundeführerInnen, S. 56f.

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